Roger Hubbard - Out of My Hands
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Roger Hubbard
Out of My Hands

katalog-nr. tx 1068
blues - 2011

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  1. Lodestone Rainbow (Roger Hubbard) 4:14
  2. Hesitating (Roger Hubbard) 3:51
  3. Stuck (Roger Hubbard) 3:26
  4. Too Little Too Late (Roger Hubbard) 3:17
  5. Lay Down Lady (Roger Hubbard/based on a poem by Khalil Gibran) 3:03
  6. Tin Star (Roger Hubbard) 2:53
  7. All Around The World (Roger Hubbard) 4:57
  8. Out Of My Hands (Roger Hubbard) 3:13
  9. Turnaround Day (Roger Hubbard) 3:38
  10. Sorrow Inside (Roger Hubbard) 4:06
  11. Shortcut (Roger Hubbard) 3:22

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Roger Hubbard

So rar wie man meinen könnte macht sich der britische Gitarrenvirtuose Roger Hubbard auch wieder nicht. Vergingen zwischen seinem längst als Kultobjekt gehandelten 1971er Debüt Brighton Belle Blues und dessen Nachfolger stolze 32 Jahre, so sind seit Danger! Deep Mud lediglich deren acht vergangen, und in dieser optimistischen Rechnung sind seine beiden Alben mit dem Roots-Trio Buick 6 noch nicht einmal enthalten. All jenen, denen die Zeit des Wartens dennoch lang geworden ist, kann versichert werden, dass es sich gelohnt hat.

Hubbards drittes Solowerk „Out Of My Hands“ ist schlichtweg nicht nur ein schönes und musikalisch auf hohem Niveau stehendes, sondern auch ein stilistisch geschlossenes und menschlich reifes Album geworden. Undogmatisch verstanden bekommt man weder der Denkmalpflege verpflichteten, noch verwässerten Folkblues aus dem Grenzbereich zum Singer/Songwritertum zu hören. Zehn Songs von drei oder vier Minuten Länge und ein Instrumental, die stets bluesgrundiert sind, was man aber, wie es einst Stefan Grossman - für dessen legendäres Label Blue Goose Hubbard seine erste LP aufnahm - formulierte „nicht immer gleich hört“. Hubbards technische Brillanz auf fast allem, was Saiten hat, kann als bekannt vorausgesetzt werden, ebenso die Tatsache, dass er nie, wie so manch anderer britischer Bluesmusiker, ein sklavischer Imitator war, keinen wie auch immer definierten Purismus anstrebt. Jemand wie Hubbard, der über vier Jahrzehnte dabei ist, weiß, dass die Traditionen aller klassischen Musikgenres an den Rändern ausfransen. Dort setzt er, mal mit Raffinesse, mal mit bewusstem Understatement seine atmosphärisch stimmigen Tupfer. Zudem bietet das neue Album des Mannes, der viele seiner Gitarren selbst baut und eine Leidenschaft fürs Restaurieren antiker Möbel entwickelt hat, hand made music im reinsten Wortsinn, weshalb „From My Hands“ vielleicht der angemessenere Titel gewesen wäre.

Und auch die oft irreführende Klassifizierung „Soloalbum“ ist in diesem Fall berechtigt, denn Hubbard singt und spielt die 6- und 12-saitige akustische Gitarre, elektrische/Resonator-Gitarre und Mandoline selbst. Lediglich auf einem Track wird er von seiner Lebensgefährtin Michelle Steele auf der Geige begleitet. Selbstredend hat er das Teil auch produziert.

Gitarrencracks mit vergleichbarer Vita neigen nicht selten dazu, eine Musik zu machen, die vorrangig für Menschen interessant ist, die sich auch auf der Klampfe versuchen. Dies trifft auf Hubbard zum Glück nicht zu. Er schreibt richtige Songs und zwar immer bessere, weshalb er hier erstmals völlig auf Fremdkompositionen verzichtet. Zwar herrschen bluesrelevante love gone wrong – Themen vor, aber Hubbard erzählt seine Stories so ökonomisch verknappt, dass wirklich jedes Wort sitzt und die Lieder gerade durch diese Zurückgenommenheit ihre Intensität und stille Kraft entfalten. Da blinzelt einer, 60 Jahre alt und durchaus vom Leben gezeichnet, versonnen oder gedankenverloren vom Cover (man muss sich nur einmal das Engelsgesicht, das „Brighton Belle Blues“ zierte, daneben legen...), der weder sich oder anderen noch groß etwas beweisen muss und dem klar ist, dass er nicht mehr die ganz große Karriere vor sich hat. Der aber um seine Qualitäten weiß und sie niemanden aufzudrängen braucht. Und der frühzeitig, jenseits aller Moden, Trends und Revivals, sein kleines Feld gefunden hat, das er, wenn es an der Zeit dazu ist, fleißig beackert.

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