Taint Blues
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The Taints
'Taint Blues

katalog-nr. tx 1066
blues - 2009

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  1. Solitaire (Steve Hohn) 5:17
  2. Time Is Money (Steve Hohn/Bleu Jackson) 5:01
  3. Koko Road (Fred James) 3:41
  4. Shootin’ For My Heart (Steve Hohn) 4:27
  5. I’ll Be With You (Steve Hohn/Bleu Jackson) 3:05
  6. The House That Love Lives In (Fred James/Stan Webb) 5:38
  7. Let It Slide (Steve Hohn) 3:36
  8. ‘Taint Blues (Steve Hohn) 3:23
  9. You’re the Reason It’s All My Fault (Fred James/Mary-Ann Brandon/Zimmermann/LaValley-Stallings) 3:22
  10. Preaching to the Choir (Fred James/Steve Hohn/Hawks/Ken Saydak) 2:39
  11. You Gotta Stand Tall (Steve Hohn/Bleu Jackson) 4:54
  12. Misty Rivers (Fred James/Stan Webb) 6:45

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The Taints

“Die Musik, die wir spielen, ist kein (`taint, umgangssprachliches Kürzel für „it ain`t) Country, kein Rock & Roll und kein Blues, sondern eine Mixtur aller drei Genres“ - versehen mit einer swampigen Grundnote. Und die Musiker der Taints haben recht. Ihr Stilgebräu hat eine süffig-satte und äußerst leckere Rezeptur.

Drei Grundzutaten, drei Köche: Hinter dem moniker der negativen Auslese verbirgt sich zuvorderst jenes wettergegerbte Schlachtross des Southern-Blues, das für viele ein alter Bekannter ist: Bleu Jackson. Sieht man von seinen legendären Beiträgen zur Tennessee-„Whiskey Blues“-Anthologie ab, ist das Debüt der Taints nach „Gone this Time“, „Tennessee Tango“, „Feel that Thrill“, „Blue Highway“ und „Good Whiskey“ (letztere beiden gemeinsam mit dem Ex-Commander Cody/Lost Planet Airmen-Harpspieler/Sänger Billy C. Farlow) bereits Bleu Jacksons sechste Veröffentlichung für Taxim.

Der Mann mit dem äußeren Erscheinungsbild nicht urbaner, leicht sinister wirkender Hipness, die ihm jederzeit eine Nebendarstellerrolle in der Adaption einer crime novel von Daniel Woodrell oder James Lee Burke sichern könnte, war nie ein Dogmatiker des Blues, immer aber frei von plumpen Crossover–Ambitionen. Neben selbstredend begnade­ter, weil sparsam effektiver Bearbeitung der Gitarrensaiten zeichneten sich alle seine Werke durch treibende, erdverbundene Riffs, intensive Grooves und eine knochentrockene Produktion aus, die stets im Dienste des jeweiligen Songs stand. Nichts davon braucht man bei den Taints zu missen. Der gewollten Akzentverschiebung hin zu den beiden ande­ren Säulen populärer amerikanischer Musik muss man sich jedoch öffnen wollen. Und hier kommen dann die beiden anderen Mitstreiter des Trios ins Spiel, die zwar keine in der Wolle gefärbten Countrypicker oder Rocker sind, die aber das Klangspektrum beträchtlich erweitern, etwa im klagenden Instrumental „Misty River“ (mitkomponiert übrigens von Chicken Shack–Mastermind Stan Webb), dem längsten Track der CD.

Zum einen Fred James, der schon 1993 Jacksons Debüt produzierte und hier zunächst auch nur in dieser Rolle fungieren sollte. Er zählt zu Nashvilles gefragtesten Studio-Multiinstrumentalisten, wie Arbeiten für so unterschiedliche Acts wie die Amazing Rhythm Aces, Billy Joe Shaver, Roscoe Shelton oder Frank Frost beweisen. James, der hier neben Gitarre auch Bass und Drums spielt, steuerte für das Taints-Projekt zudem einige seiner eigenen Songs bei.

Der dritte Mann schließlich, Steve Hohn (vertreten übrigens auf der Colorado-Blues-Compilation „Rocky Mountain Blues“), dürfte für viele wohl die eigentliche Neuentdeckung der CD sein. Er ist an 8 der 12 Tracks als Komponist beteiligt (das Taints-Bandprojekt hatte seinen Ursprung in einer co-writing session von Hohn und Bleu Jackson) und setzt gesanglich mit seiner wandlungsfähigen Stimme besonders spannende Kontraste zu Jacksons markant knarzigen Organ, das ihm öfters Vergleiche zu Tony Joe White eingebracht hat, etwa gleich im Opener „Solitaire“, der mit seiner eingängigen Melodie und kontrollier­ten Energieschüben in früheren Zeiten garantiert radiotauglich gewesen wäre. Die Glanznummer von Fred James dagegen ist „Preaching to the Choir“, das er mit einer wunderbaren Slide dominiert.

Basisdemokratischen Idealen verpflichtet, singt jedes der drei Bandmitglieder drei Mal die Leadstimme, einen teilen sie sich und zwei Stücke sind instrumental gehalten.

Die drei Taints-Musiker legen ihre Messlatte sehr hoch, übertreiben jedoch nicht, wenn sie längst zu Legenden gewordene Pioniere des amerikanischen Rootsrock wie The Band, Little Feat, Creedence Clearwater Revival oder Louisianas Bluebirds als anvisierte Vorbilder nennen. Ihr brodelnder, deftig gewürzter Eintopf ist ohne Einschränkung als Tagesgericht zu empfehlen und dürfte nicht nur Bluespuristen herrlich schmecken.

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