grosses Bild Temple Ray

grosses BildMit ihrem dritten Album hat die kultige Roots-Rock-Sängerin/ Gitarristin Temple Ray einen würdigen Nachfolger zu ihren erfolgreichen Vorgängern “Restless” und “The Ghost of Friday Night” geschaffen. Sie gehört zu den wenigen Musikerinnen, die das Musik-Business von der Pike auf gelernt haben. Geboren und aufgewachsen in Louisiana, zog es sie im späten Teenie-Alter nach Los Angeles, um in der 'City of Angels' ihr Glück im Showbusiness zu suchen. Sie landete beim großen Musikverlag Bug Music und durfte sich als Newcomerin ihre Sporen erst einmal als Songplugger verdienen, ein Job, der dem unseres Vertreters gleichkommt - Handelsware: Songs.
Ray lernte schnell. Sie erkannte, was bei Filmproduktionsgesellschaften, Plattenfirmen und Produzenten den jeweiligen Tagestrends entsprach und fing selbst an, Lieder zu schreiben. Um jedoch vernünftige Demos aufzunehmen, mußte sie noch singen und ein Instrument spielen. Sie entschied sich für die Gitarre. Mit der Zeit vervollkommnete sie ihre Fertigkeiten und stand förmlich in den Startlöchern, um die eigenen Kompositionen an den Mann zu bringen. Der auslösende Kick kam, als sie den Joe Ely/John Mellencamp/Storyville-Gitarristen David Grissom kennenlernte. Grissom war begeistert von ihrem rootsmäßigen Gesang und den darauf bestens abgestimmten Songs. Insbesondere Grissom bot ihr eine Zusammenarbeit an und ermutigte sie, von Californien nach Austin, Texas, zu ziehen. Noch in L.A. gelang es den beiden, Songs in der beliebten US-TV-Serie "Melrose Place" und bei einer Bette Midler-CD-Produktion unterzubringen.
In Austin angekommen, verstärkte Temple Ray 1994 ihre Bemühungen, eine eigene Band auf die Beine zu stellen, bei ihrer Ausstrahlung und Power kein großes Problem. In der Stadt verglich man sie schnell mit der frühen Melissa Etheridge, Sheryl Crow, Chrissy Hynde und Melissa Ferrick, und für ihre stilistische Ausrichtung fand die schreibende Zunft auch schnell eine passende Charakterisierung: wie die Bangles mit Rosie Flores als Leadsängerin.
Mit ihrem Platten-Debut liess sie sich Zeit. „Restless“ kam 1998 auf den Markt und schlug ein wie eine Bombe. Ray hatte den Nerv der Zeit getroffen. Ihre frische Mischung aus Roots-Pop und zarten Americana-Anklängen kam an – insbesondere in Europa, wo das Energiebündel auf den Bühnen eine verdammt gute Rolle abgab.
2000 veröffentlichte sie ihr zweites Teil, „The Ghost of Friday Night“, und wieder lag sie richtig. Stilistisch leicht abgewandelt in Richtung Songwriter/Dark-Pop avancierte sie zum Szene-Liebling.
Danach zog sich Temple Ray etwas aus Europa zurück, konzentrierte sich aufs professionelle Songschreiben und arbeitete an einem gemeinsamen musikalischen Konzept mit ihrer Gesangskollegin und Freundin Elizabeth Lee, die hierzulande und in ganz Europa einen ausgezeichneten Namen als Rock-Röhre besitzt. – Ganz überraschend kam dann doch ein neues Temple Ray-Album zustande, produziert von Larry Chaney (Edwin McCain Band / Peter Wolf). Chaney gab ihr die Wucht und das Volumen der frühen Tage zurück. Gemeinsam mit ihren alten Freunden David Grissom/guitar, John Main/bass (Carlene Carter / Doug Sahm), Jim Starboard/drums, John Arredondo/drums sowie natürlich Elizabeth Lee rockt sie in bester Roots/Retro-Manier ohne jedoch ihre Sensibilität für Americana-Balladen und den Alternative-Pop aufzugeben. Alles paßt zusammen – bestens.

Restless (HE 015 / vergriffen):

stereo:
Das erste echte Rock-Wunder des Jahres '98 heißt Temple Ray, kommt aus Texas und legt zum Einstieg ein Album vor, das gleich Maßstäbe im Classic-Gitarrenrock setzt. Die energische Dame, gesegnet mit einer markanten Stimme, benötigt ganze drei - traumhaft aufeinander abgestimmte - Instrumente wie Gitarre, Bass und Schlagzeug, um ihre Songs umweglos ins Langzeitgedächtnis zu schicken, wobei "Sticks & Stones", " Everything", die Ballade "Nine Gaded Roses" und der Titeltrack die besten sind. In den USA wird Frau Ray gern und zu Recht mit Melissa Etheridge verglichen, nur daß ich sie persönlich noch für viel besserhalte, womit der Weg frei Wäre für eine goldene Zukunft.

guitar:
Die Gitarristin und Sängerin Temple Ray stammt aus Louisiana, trieb sich zehn Jahre in L.A. herum, ehe sie, ermutigt von Stephen Bruton und David Grissom (Joe Ely, Mellencamp), 1994 nach Austin zog und von dort aus an ihrer Karriere strickt. Als Vorbilder nennt sie John Hiatt und Steve Earle, womit die Richtung genannt ist, in der sie mit "Restless" geht: Es ist eine Mischung aus kantigem Alternative-Rock, Country und Mainstream, die die mit einer beachtlich Röhre ausgestattete Temple Ray mit der Creme der in Austin heimischen Musiker eingespielt hat.

The Ghost of Friday Night (HE 021):

good times:
In eine Reihe mit Kolleginnen wie Melissa Etheridge, Chrissie Hynde oder Sheryl Crow hat sich die lange in Los Angeles beheimatete, inzwischen auch schon sechs Jahre in Austin, Texas, aktive Temple Ray gespielt - zumindest was die Qualität ihrer Platten angeht. Was noch fehlt, ist die Anerkennung der breiten Masse für ihre Rocksongs der etwas ruhigeren Spielart. Als Songwriter-Vorbilder nennt sie John Hiatt und Steve Earle, was alsOrientierungshilfe zur Einordnung ihrer Lieder dient. Sie ist noch dazu eine versierte Gitarristin, ihre Stimme mit einem leichten Country-Twang klingt sehr angenehm, aber nicht glatt. Und dass die Verantwortlichen der US-TV-Serie "Melrose Place" sich ebenso wie Bette Midler dafür entschieden, Songs von Temple Ray zu verwenden, sagt ja schon einiges über die Güte der Werke aus Rays Feder. Kaum zu glauben, dass das ungemein ausgereifte, von John Main (Carlene Carter, Doug Sahm) produzierte THE GHOST OF FRIDAY NIGHT erst das zweite Album dieser Musikerin ist!

guitar:
Rockende Texas-Lady - Ihr Debütalbum "Restless" wies noch mehr ungestümen Hardrock-Druck auf, aber was die von Kalifornien nach Texas "ausgewanderte" Temple Ray auf ihrem zweiten Werk bietet, ist ein guter Kompromiss zwischen der reinen Härte-Lehre und mainstreamiger Radiokost. Temple Rays Gesang kann als Bindeglied zwischen Susanna Hoffs (Bangles) und Chrissie Hynde (Pretenders) eingestuft werden, ergänzt um einen attraktiven Country-Twang. Sie verfügt zudem über die Fähigkeit, Songs mit Wiedererkennungswert zu schreiben.




[artists] [blues] [rock] [country] [world]