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Bugs Henderson


Bugs Henderson (20. Oktober 1943 – 8. März 2012)

"Bugs Henderson should be declared a national treasure."
-Guitar Player Magazine-

Am 8. März 2012 verstarb der amerikanische Gitarrist Bugs Henderson an den Folgen eines Krebsleidens in seinem Heimatort Jefferson, Texas.

Bugs Henderson war über zwei Jahrzehnte mehr als nur freundschaftlich mit uns verbunden. Wir verlieren mit ihm einen Künstler von aussergewöhnlichem musikalischen Format und bemerkenswerter Persönlichkeit.

Geboren als Harry Henderson im kalifornischen Palm Springs am 20. Oktober 1943, begann er bereits als Sechsjähriger das Gitarrespiel zu erlernen. Mitte der 50er Jahre zog er mit seiner Familie nach Tyler, Texas. Fasziniert von der Musik eines Link Wray, B.B. King und Instrumental-Bands wie The Ventures, heuerte er im Teenager-Alter in einem örtlichen Plattenladen an, vervollkommnete sein Gitarrenspiel und trieb sich des abends in den kleinen Musik- und Tanzschuppen der Stadt herum. Seine erste Band, die Sensors, gründete er Anfang der 60er Jahre. Buddy Henderson (so nannte er sich jetzt) und seine Mitstreiter spielten ausschließlich R & B-ausgerichteten Instr.-Rock und nahmen bis 1965 vier Singles für das kleine lokale Ty Tex Label auf. Dann ereilte ihn der Ruf seines Freundes Ronnie Weiss, der auch eine Band gegründet hatte, Mouse and the Traps. Weiss benötigte die tatkräftige Unterstützung seines kompetenten Freundes, um einen Titel aufzunehmen, von dem er glaubte, dass er gut in den aktuellen „punkigen“ Trend paßte. „A Public Execution“ schlug richtig ein und erreichte 1966 sogar den unteren „Bubbling Under“-Bereich der Billboard-Charts. Man munkelt, sie hätten es bis Platz 121 geschafft. Immerhin!

In der Zeit, in der Buddy Henderson für Mouse and the Traps als Leadgitarrist aktiv war, bekam er von seinen Kollegen den Kosenamen „Bugs“ verpaßt und machte ihn fortan zu seinem lebendigen Vornamen. Das ausklingende 60er Jahrzehnt verbrachte Bugs Henderson vornehmlich als Studiomusiker für Rock- und Country-Künstler oder tourte in den Bands von Delbert McClinton, Ike & Tina Turner, Dale Hawkins und Leon Russell. Er selbst wandte sich jedoch mehr und mehr dem Blues zu. Dies verstärkte sich noch, als er Anfang der 70er Jahre in den Grossraum Dallas-Fort Worth zog und in die Band von Freddie King einstieg.

King wurde für ihn zum Mentor, und er war es auch, der ihn ermutigte, aus dem Schatten der grossen Stars mit einer eigenen Combo hervorzutreten und mit eigenen Projekten die Öffentlichkeit zu suchen. Mit einem ersten eigenen Trio, den Shuffle Kings, geschah dies im Jahre 1976. Dies war die Zeit, in der Hendersons Kultstatus und Mythos als Blues- und Bluesrockmusiker geboren wurde. Die Auftritte mit seinen Shuffle Kings im denkwürdigen Armadillo World Headquarters, Austin, sind legendär – ebenso die Engagements als Vorgruppe für B.B. King, Muddy Waters, Roy Buchanan, Eric Clapton oder Ted Nugent. Er stahl ihnen schlicht die Show. Trotzdem litt darunter nicht seine Freundschaft zu ihnen, was diverse spontane Jams in den nachfolgenden Jahren belegten. Und immer wenn er selbst der Headliner war, dann bekam er auf der Bühne Besuch von Leuten wie Stevie Ray Vaughan, James Burton, John Nitzinger oder Eddie van Halen.

Doch Henderson war kein Mann für die Major-Deals, zu eigenwillig war sein musikalisches Selbstverständnis und seine Individualität. Er suchte stets den Kontakt zum Publikum und war getrieben von der Idee, den weltweiten Fans seine „American Music“ nahe zu bringen, den sehr persönlichen Stilmix aus Rock & Roll, Blues, Jazz und Country. Während der letzten drei Jahrzehnte tourte er kreuz und quer durch die USA und Europa. Phänomenale Live-Mitschnitte dokumentieren seine einzigartige Bühnenpräsenz und sein mitreißend charismatisches Spiel, großartige Studio-Veröffentlichungen seinen bemerkenswert eigenwilligen Umgang mit den unterschiedlichen Stilen der amerikanischen Roots-Musik. Zudem engagierte er sich sehr für junger Musiker, gab Workshops, verriet Tipps und Tricks – ganz wie zuvor Freddie King auch bei ihm.
Im Hard Rock Café in Dallas, Texas, hängt einer seiner markanten “roten” Gibson-Gitarren zwischen den 6-Saitern von Lee Ritenour und Chet Atkins. Das paßt!

"The world's greatest unknown guitar player. He can flat out, blow most pickers away. Bugs will fry the skin off your butt with his monster chops and fatback tone."
-Guitar One-

"The best kept secret in Texas, a pastel of original blues and rock."
-Dave Rubin, "Rockin' the Blues"-

"The prototype of the brutal Texan guitarist who takes no prisoners."
-Blues News-

"Some of the nastiest guitar solos ever recorded. He doesn't worry about what's going to please anyone else anymore."
-Dallas Morning News-

"I'm not aware of anyone else who records with as much diversity. One hell of a guitar player."
-Electric Blues-

"The heir apparent to Danny Gatton and Roy Buchanan. He can go for hours without dropping one cliche' riff or even repeating himself. It can be a humbling experience."
-San Diego Reader-

Siehe auch Bugs Hendersons Homepage


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